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20.10.2016

Bayerischer Energiepreis 2016 verliehen

Bayerns Wirtschafts- und Energiestaatssekretär Franz Josef Pschierer verleiht den Bayerischen Energiepreis 2016 heuer zum 10. mal.

Die Gewinner des  Bayerischen Energiepreis 2016

Die Gewinner des Bayerischen Energiepreis 2016 ©Matthias Merz/Bayern Innovativ GmbH

Bayerns Wirtschafts- und Energiestaatssekretär Franz Josef Pschierer überreicht in Nürnberg den Bayerischen Energiepreis 2016, den das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie in diesem Jahr zum zehnten Mal verleiht. Den Hauptpreis erhält die Clariant, Planegg für ihr Projekt „Das sunliquid®-Verfahren zur Herstellung von klimafreundlichem und nachhaltigem Zellulose-Ethanol aus Agrarreststoffen“. Das sunliquid®-Verfahren ist ein hocheffizientes Verfahren zur Herstellung von Biosprit. „Clariant steht für hochinnovative und energieoptimierte Produktion „Made in Bavaria“. Unternehmen wie Clariant bringen den Ruf Bayerns als Standort für Spitzentechnologie im Energiebereich weiter voran“, würdigt der Energiestaatssekretär die Preisträgerin.
 
Mit dem Bayerischen Energiepreis zeichnet das Bayerische Wirtschaftsministerium herausragende innovative Leistungen für eine effiziente Energiegewinnung und –nutzung aus. Neben dem Hauptpreis vergibt das Ministerium Preise in acht Kategorien.
 
Mit 276 eingereichten Bewerbungen war das Interesse bei Unternehmen, Forschungsstellen und Institutionen in diesem Jahr besonders groß. „Ich freue mich über die Rekordbeteiligung im Jubiläumsjahr des Bayerischen Energiepreises“, erklärt Energiestaatssekretär Pschierer. Seit 1999 wurden insgesamt 1399 Bewerbungen eingereicht, 104 Preisträger konnten ausgezeichnet werden.
 
Ergänzend zum Bayerischen Energiepreis 2016 findet in diesem Jahr erstmals der „Energie Start-Up Bayern“ statt. Innovative Geschäftsideen von Start-Ups, so Staatssekretär Pschierer, könnten neue Impulse für die Energiewende in Bayern geben. Aus 20 Bewerbungen wurden im Vorfeld drei besonders innovative Unternehmen ausgewählt. Das Publikum des Bayerischen Energiepreises entscheidet über den Gesamtsieger. Die drei Unternehmen sind:
 
Invenox GmbH, Garching, mit einer neuartigen Lithium-Ionen-Batterie, SAMAwing, Neusäß, mit einer wegweisenden Effizienzverbesserung bei Kühltürmen von thermischen Kraftwerken und Sono Motors GmbH, München, mit einem neuartigen Elektroauto.
 
Die Preisträger des Bayerischen Energiepreises sind:

1. Preisträger der Kategorie Gebäude als Energiesystem / Gebäudekonzept sind: Florian Nagler Architekten, München, und Hermann Kaufmann Architekten, Schwarzach/Österreich, mit dem Landkreis Augsburg mit dem gemeinsamen Projekt „Neubau Schmuttertal-Gymnasium Diedorf – lernen in energieeffizienter pädagogischer Architektur“.
 
2. Preisträger der Kategorie Energieerzeugung – Strom, Wärme ist: die Fa. Conti Temic microelectronic, Nürnberg, mit dem Projekt „Energieeffiziente Kälteerzeugung mit Kraft-Wärme-Kopplung und Freikühlung“.
 
3. Preisträger der Kategorie Energieverteilung und –speicherung – Strom, Wärme ist: die Caterva GmbH, Pullach, zusammen mit der N-ERGIE AG, Nürnberg, mit dem Projekt „SWARM - der weltweit erste Schwarm von Haushaltspeichern, der Regelleistung liefert“.
 
4. Preisträger der Kategorie Energieeffizienz in industriellen Prozessen und Produktion ist: die Krause Maschinenbau GmbH, Ostermünchen, mit dem Projekt „Zerkleinerung mit der ecopulser – Technologie“.
 
5. Preisträger der Kategorie Produkte und Anwendungen sind: Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung e.V. (ZAE Bayern), Würzburg, zusammen mit der Netzsch-Gerätebau GmbH, Selb, mit dem Projekt „Mobiles Ug-Messgerät ‚Uglass‘“.
 
6. Preisträger der Kategorie Kommunale Energiekonzepte ist: der Landkreis Bamberg, mit dem Projekt „Klimaschutzmanagement Landkreis Bamberg“.
 
7. Preisträger der Kategorie Initiativen / Bildungsprojekte ist: die Forschungsstelle für Energiewirtschaft GmbH, München, mit dem Projekt „Lernende Energieeffizienz-Netzwerke – Effizienz durch Synergie“.
 
8. Preisträger der Kategorie Energieforschung ist: der Lehrstuhl für Windenergie, TU München, Garching, mit dem Projekt „Mehr Leistung durch Windparkregelung – Erstmalige experimentelle Demonstration im geschlossenen Regelkreis“. Quelle: BSM